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Pferde behutsam an die Weide gewöhnen

Wann sollte mit dem Anweiden begonnen werden?

Mit den ersten warmen Tagen im Jahr beginnt das Gras auf Wiesen wieder zu wachsen, und die Vorfreude auf die Weidesaison steigt – sowohl bei Pferden als auch bei Haltern und Stallbetreibern. Nach der winterlichen Phase mit überwiegender Heufütterung bedeutet der Wechsel auf frisches Grün jedoch eine erhebliche Umstellung für den gesamten Stoffwechsel des Pferdes.

Pferde anweiden – Ein sinnvoller Ablaufplan

Damit sich die Darmflora des Pferdes ohne Probleme auf das frische Gras einstellen kann, sollte die Futterumstellung schrittweise erfolgen. Ein zu schneller Wechsel belastet den Verdauungstrakt unnötig, daher ist ein durchdachtes Vorgehen besonders wichtig.

Zu Beginn reicht eine sehr kurze Weidezeit von etwa 15 bis 20 Minuten am ersten Tag aus – auch wenn die Pferde danach nur ungern wieder zurück in den Stall gehen. Empfehlenswert ist es außerdem, die ersten Weidegänge in die Nachmittagsstunden zu legen, da der Gehalt an Fruktanen im Gras zu dieser Tageszeit meist niedriger ist als am Morgen.

In den ersten beiden Wochen kann die Dauer des Weidegangs täglich um etwa 15 bis 20 Minuten gesteigert werden. Sobald sich das Pferd an das frische Futter gewöhnt hat, lassen sich zusätzlich kürzere Aufenthalte am Vormittag einbauen.

In den darauffolgenden ein bis zwei Wochen kann die Nachmittagsweidezeit dann weiter ausgedehnt werden, beispielsweise in Schritten von etwa 30 Minuten pro Tag. Insgesamt benötigt der Organismus rund vier Wochen, um sich vollständig auf die neue Fütterung einzustellen. Danach sind auch längere Weidezeiten problemlos möglich.

Optimale Fütterung beim Anweiden

Damit es während der Umstellung auf frisches Gras nicht zu Verdauungsproblemen wie Durchfall oder Koliken kommt, sollte das Pferd vor dem Weidegang bereits ausreichend Heu gefressen haben. So wird der erste Hunger gestillt und verhindert, dass die Tiere das junge Gras hastig und in großen Mengen aufnehmen. Wichtig ist außerdem, Kraftfutter nicht direkt vor dem Weidegang zu geben.

Nach dem Aufenthalt auf der Weide empfiehlt es sich, zunächst wieder Heu anzubieten und erst im Anschluss Kraftfutter zu füttern. Da junges Gras nur wenig Struktur enthält, haben Pferde oft das Bedürfnis, zusätzlich rohfaserreiches Futter aufzunehmen. Eine Heu- oder Strohraufe auf der Koppel kann daher eine sinnvolle Ergänzung sein.

Ebenso entscheidend ist eine ausreichende Wasserversorgung auf der Weide. Besonders an warmen Frühlingstagen und bei längeren Weidezeiten muss sichergestellt sein, dass den Pferden jederzeit genügend frisches Wasser zur Verfügung steht.

Pferde im Frühjahr anweiden – Verdauungsprobleme vermeiden

Während der Umstellung auf die Weidesaison reagieren viele Pferde empfindlich mit Durchfall oder anderen Störungen im Verdauungstrakt. Ursache dafür ist die notwendige Anpassung der Darmflora an das veränderte Futterangebot. In den Wintermonaten besteht die Ration überwiegend aus Heu, Heulage und Stroh – Futtermittel mit hohem Faseranteil und vergleichsweise geringem Eiweißgehalt. Entsprechend dominieren im Darm Bakterien, die genau auf diese Nahrung spezialisiert sind.

Mit dem Beginn der Weidezeit ändert sich die Zusammensetzung des Futters deutlich: Frisches Gras enthält mehr Wasser und Eiweiß. Damit die Verdauung weiterhin reibungslos funktioniert, muss sich die Darmflora erst auf diese neuen Bedingungen einstellen. Dieser Prozess nimmt in der Regel rund zwei Wochen in Anspruch.

Wird das Pferd zu schnell an das junge Gras gewöhnt, kann die vorhandene Darmflora die Nährstoffe nicht ausreichend verarbeiten. Die Folge können Durchfall, vermehrte Gasbildung oder sogar Koliken sein. Daher ist ein langsames und kontrolliertes Anweiden besonders wichtig.

Um den Verdauungstrakt in dieser sensiblen Phase gezielt zu unterstützen, kann eine kurweise Fütterung über etwa 30 Tage sinnvoll sein. Präparate mit probiotischen Komponenten und ausgewählten Nährstoffen helfen dabei, das Gleichgewicht der Darmflora zu stabilisieren und Verdauungsstörungen vorzubeugen.

Zusätzlich empfiehlt sich während der Anweidezeit der Einsatz von EQUIPUR - digest plus. Die enthaltene Kombination aus Kräutern, probiotisch wirkenden Bestandteilen und weiteren funktionellen Inhaltsstoffen kann den Magen-Darm-Trakt entlasten und die Verdauung unterstützen. Bei empfindlichen Pferden kann eine Gabe auch über einen längeren Zeitraum während der Weidesaison hinweg sinnvoll sein.

Anweiden im Frühjahr – Hufrehe-Risiko durch Fruktane beachten

Gräser speichern überschüssige Energie aus der Photosynthese in Form sogenannter Fruktane. Dabei handelt es sich um komplexe Zuckerverbindungen, die im Dünndarm des Pferdes nicht vollständig verdaut werden. Stattdessen gelangen sie in den Dickdarm, wo sie von Mikroorganismen zersetzt werden.

Dieser Gärungsprozess kann das Gleichgewicht im Darm erheblich stören: Der pH-Wert sinkt deutlich ab, wodurch nützliche Darmbakterien absterben. Infolge dieser Veränderungen entstehen schädliche Stoffe, die über die Darmwand in den Blutkreislauf gelangen und dort die Gefäße beeinträchtigen können.

Besonders betroffen sind feine Gefäßstrukturen, wie sie unter anderem in der Huflederhaut vorkommen. Wird dieses empfindliche Gewebe geschädigt, kann sich eine Hufrehe entwickeln – eine ernstzunehmende Erkrankung, bei der die Verbindung zwischen Hufbein und Hufkapsel angegriffen wird.

Früher wurde vor allem ein zu hoher Eiweißgehalt im Futter als Auslöser vermutet. Heute gilt jedoch ein erhöhter Fruktangehalt im Gras als wesentlicher Risikofaktor. Gerade im Frühjahr, wenn das junge Gras besonders reich an Fruktanen ist, steigt die Gefahr deutlich an – insbesondere während der Anweidephase.

Für empfindliche oder vorbelastete Pferde kann eine gezielte Unterstützung sinnvoll sein. Hier haben sich spezielle Ergänzungsfuttermittel wie EQUIPUR - laminal sowie leberunterstützende Mischungen wie EQUIPUR - metabol bewährt, um den Stoffwechsel in dieser sensiblen Zeit zu entlasten.

Anweiden bei übergewichtigen und stoffwechselbelasteten Pferden

Bei Pferden mit Stoffwechselproblemen sowie bei deutlich übergewichtigen Tieren ist beim Anweiden besondere Vorsicht erforderlich. Das gilt insbesondere für leichtfuttrige Robustpferde und Tiere mit erhöhter Neigung zu Hufrehe. In diesen Fällen sollte möglichst auf das Anweiden in den Morgenstunden verzichtet werden, da der Zuckergehalt im Gras zu dieser Tageszeit besonders hoch sein kann. Gegebenenfalls ist es sogar sinnvoll, die Vormittagsweide vollständig auszuklammern.

Unter ungünstigen Bedingungen kann der Zuckergehalt im Gras bis zu 40 % der Trockenmasse erreichen. Wird dieses energiereiche Futter aufgenommen, kann dies die Insulinausschüttung im Blut stark ansteigen lassen – ein kritischer Faktor für Pferde mit Hufrehe-Risiko.

Je nach Schweregrad der Stoffwechselstörung oder individueller Empfindlichkeit kann es notwendig sein, den Weidegang deutlich einzuschränken oder in manchen Fällen ganz darauf zu verzichten. Im Zweifel sollte immer ein Tierarzt hinzugezogen werden.

Viele Ponys neigen zudem dazu, ununterbrochen zu fressen. Hier ist es oft erforderlich, die Weidezeiten besonders langsam zu steigern oder streng zu begrenzen. In bestimmten Situationen kann auch der Einsatz einer Fressbremse sinnvoll sein, um die Grasaufnahme zu kontrollieren.

Gleiches gilt für übergewichtige Pferde: Das energiereiche und eiweißhaltige Frühlingsgras muss unbedingt in die gesamte Futterration sowie in das Bewegungsmanagement einbezogen werden. Andernfalls besteht die Gefahr einer weiteren Gewichtszunahme.

Expertentipp – Fütterung während der Anweidephase

Nur die wenigsten Pferde können ihren kompletten Bedarf an Energie und Eiweiß allein über frisches Weidegras decken. Deshalb werden in der Regel zusätzlich Heu, gutes Futterstroh oder auch Kraftfutter angeboten. Wie viel Gras ein Pferd tatsächlich täglich aufnimmt, lässt sich jedoch kaum exakt bestimmen, da dies stark von Witterung, Weidebedingungen und individuellem Fressverhalten abhängt. Während der Weidesaison gilt daher besonders der Grundsatz: Beobachtung ersetzt jede Berechnung.

In vielen Fällen kann die Menge an Kraftfutter reduziert werden, teilweise lässt sich auch die Heuration anpassen. Empfehlenswert ist es, zunächst die Kraftfuttergabe schrittweise zu verringern und genau zu beobachten, wie viel Heu anschließend noch aufgenommen wird. Bleiben größere Mengen liegen, kann auch hier eine Anpassung nach unten sinnvoll sein.

Treten während des Anweidens Verdauungsprobleme wie Durchfall auf oder zeigt das Pferd eine empfindliche Darmreaktion, können gezielte Ergänzungsfuttermittel zur Stabilisierung beitragen. Hier eignet sich beispielsweise EQUIPUR - digest plus, das die Verdauungsprozesse im Darm unterstützen kann.

Pferde mit Stoffwechselerkrankungen oder erhöhter Hufreheanfälligkeit müssen beim Anweiden besonders vorsichtig geführt werden. In solchen Fällen können unterstützende Produkte wie EQUIPUR - laminal dazu beitragen, den Stoffwechsel in der Umstellungsphase zu stabilisieren und den Organismus zu entlasten.

Während der gesamten Weidesaison ist zudem eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen entscheidend. Frisches Gras liefert zwar viele fettlösliche Vitamine wie A, D und E, dennoch entstehen insbesondere bei reiner oder überwiegender Grasfütterung Versorgungslücken. Ein passendes Mineralfutter hilft dabei, diese Defizite auszugleichen und die Nährstoffversorgung langfristig sicherzustellen.

Kurz & Wichtig – Pferde richtig anweiden

  • Beginnen Sie mit sehr kurzen Weidezeiten von etwa 15–20 Minuten und verlängern Sie diese schrittweise über einen Zeitraum von rund vier Wochen um täglich etwa 15–30 Minuten.
  • Vor dem Weidegang sollte das Pferd ausreichend Heu aufnehmen, um hastiges Fressen zu vermeiden. Kraftfutter sollte weder direkt davor noch unmittelbar danach gefüttert werden.
  • Ergänzende Futtermittel mit probiotischen Bestandteilen und Kräutern, wie beispielsweise EQUIPUR digest plus, können den Verdauungstrakt in der Umstellungsphase gezielt unterstützen.
  • Hohe Fruktangehalte im Gras erhöhen das Risiko für Hufrehe: Besonders nach sonnigen Tagen in Verbindung mit kühlen Nächten sollte die Weidezeit nach hinten verlegt werden, da das Gras dann vermehrt Fruktane einlagert.
  • Pferde mit erhöhtem Hufrehe-Risiko sollten besonders behutsam und gegebenenfalls erst am Nachmittag angeweidet werden.
  • Achten Sie während der gesamten Anweidezeit auf eine ausgewogene Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen.

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